Nix war´s in Dingolfing - erste Saisonniederlage besiegelt

TV Dingolfing – TSV Obergünzburg 3:1 (25:21, 22:25, 25:21, 25:20)

Die Volleyballerinnen des TSV Obergünzburg erfuhren in Dingolfing ihre erste Saisonniederlage in der Regionalliga Süd-Ost. Mit 3:1 mussten sie sich den Gastgeberinnen aus Niederbayern geschlagen geben.

Ersatzgeschwächt traten die Obergünzburgerinnen die Reise nach Dingolfing an. Im Abschlusstraining hatte sich Zuspielerin Milena Bauch verletzt und ihr Ersatz Sandra Krumpholz stand berufsbedingt nicht zur Verfügung. Zu allem Überfluss fehlte die für solche Fälle prädestinierte Diagonalspielerin Anna Staffen aus privaten Gründen.

 

So waren die Allgäuerinnen gezwungen zu handeln und reaktivierten Julia Hermann. Sie hat ihre Karriere bereits vor drei Jahren aufgrund schwerwiegender Rückenproblemen beendet, sprang in dieser schwierigen Situation aber in die Presche.

Den Umständen zum Trotz, wollten sich die Allgäuerinnen allerdings nicht unterkriegen lassen und so kämpften sie von Beginn an um jeden Punkt. Vor allem in der Feldverteidigung steigerte sich Obergünzburg im Vergleich zu den vergangenen Spielen enorm. Durch das Fehlen der eingespielten Zuspieler konnte jedoch das gewohnt schnelle Angriffsspiel nicht eingesetzt werden. Julia Hermann mühte sich nach Kräften, punktete mehrfach selbst, aber über die lange Verletzungspause konnte dies nicht hinwegtäuschen. Die Bälle kamen fast ausschließlich aus dem unteren Zuspiel, was die Angreifer nicht wie gewohnt in Szene setzen konnte. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung, vor allem in Annahme und Abwehr boten die Allgäuerinnen den Gastgebern trotzdem die Stirn. So konnten sie sogar einen Satz gewinnen und ausgleichen. Im dritten und vierten Satz fehlten lediglich wenige Punkte aus dem an diesem Tag nicht möglichen Angriffspiel um sich sogar in den Tie-Break zu retten. So war die recht knappe 1:3 Niederlage besiegelt.

Trainer Hubert Hermann hatte aber nach dem Spiel aufmunternde Worte für seine Mannschaft: „Toll wie die Mädels mit solch einer außergewöhnlich schwierigen Situation zurecht gekommen sind und sogar einen Satzgewinn ergattern konnten. Das war unglaublich! Mit unseren sonst stärkeren Aufschlägen und einem neutraleren Schiedsgericht wäre vielleicht sogar ein Sieg möglich gewesen. Dickes Lob an die starke Annahme und die hervorragende Feldabwehr. Diese beiden Pluspunkte nehmen wir mit in die nächsten Spiele, wenn wir dann auch wieder auf unseren guten Angriff setzen können!“

Schon am nächsten Doppelspiel-Wochenende geht es für die Obergünzburgerinnen mit zwei schweren Auswärtsspielen in Erlangen und Ansbach weiter.