Wiedergutmachung gelungen

Die Damen des TSV Obergünzburg bleiben zu Hause eine Macht. Auch das dritte Heimspiel in Folge konnten die Günztalerinnen ohne Satzverlust in eigener Halle gewinnen. Nach knapp einer Stunde stand es nach Sätzen 3:0. Wer allerdings glaubt, dieses Spiel war ein reiner Durchmarsch und Formsache, täuscht sich gewaltig. Den besseren Starte nämlich hatten die Gäste aus Erlangen, die sehr euphorisch und mit viel Selbstvertrauen in die Partie starteten. Der Gastgeber hingegen zeigte sich in der ersten Viertelstunde etwas zu verschlafen und noch nicht recht auf dem Platz. Die Folge war ein 3:10 Rückstand. Erst nach einer taktischen Auszeit von Trainer Kazemi, der wohl die richtigen Worte fand, fanden die Günztalerinnen besser ins Spiel. Dank zweier Aufschlagserien von Anna Staffen und Milena Bauch, kämpften sie sich zurück ins Spiel und konnten schließlich beim Stand von 18:17 das erste Mal in Führung gehen. Es ereignete sich fortan ein offener Schlagabtausch mit vielen Aufschlagfehlern auf beiden Seiten. Kurioserweise war gerade das "Ass" von Simona Hitzler entscheidend für den Satzgewinn. Es war der Punkt zum 29:27!
Der zweite Satz war für die zahlreichen (Heim-)Zuschauer etwas entspannter. Die Allgäuerinnen setzten von Anfang an klare Zeichen, standen in der Annahme sicher und verwerteten nahezu jede Gelegenheit. So stand es relativ früh 15:6. Diesen Lauf ließen sich die Damen von Parviz Kazemi auch nach zwei Auszeiten nicht mehr nehmen, ein Aufschlagfehler der Fränkinnen besiegelte auch den zweiten Satzgewinn an diesem Tage. Die Gäste aus Franken benötigten, bis sie zum dritten Satz antraten, ein paar Sekunden länger - bildeten demonstrativ einen Kreis auf dem Feld und schworen sich offenbar nochmal richtig ein. Die gesprochenen Sätze sind zwar nicht überliefert, aber es scheint Wirkung gezeigt zu haben. Die Gäste waren in diesem dritten Satz nochmal so richtig präsent und hielten auch diesen Satz in weiten Teilen sehr offen. Den Zuschauern boten sich lange Ballwechsel - meist zu Gunsten der Erlangerinnen. Aber auch das brachte die Kazemi-Truppe nicht aus dem Konzept. Konstant und konzentriert punkteten die Obergünzburgerinnen durch die Mitte und erspielten sich einen 21:16 Vorsprung.
Wie schon im zweiten Satz war es dann bezeichnend, dass Rückkehrerin Julia Keilhofer das Spiel mit einem Aufschlag-Ass beendete.
Im Endeffekt war es ein verdienter Heimsieg, das auch Libera Kathrin Mayer so sieht: "Wir haben heute versucht unser Spiel durchzuziehen spielen und leider nur die Anfangsphase verschlafen. Zum Glück hatten wir in dieser Zeit das fantastische Publikum auf unserer Seite. Das hat uns in die Erfolgsspur gebracht. Gerade im zweiten Satz haben wir unsere Stärke unter Beweis stellen können. Wir haben die richtige Reaktion nach dem Spiel in Regenstauf gezeigt und konnten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung die Punkte bei uns behalten".


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